Gesundheit und Soziales

    Geschäftsführung attackiert Betriebsratsvorsitzenden

    Westküstenklinikum Heide

    Geschäftsführung attackiert Betriebsratsvorsitzenden

    Solidarität mit dem BR-Vorsitzenden der Westküstenkliniken gGmbH
    Demo vor der Diakonie in Berlin: Tür auf für Tarifverträge Astrid Sauermann Westküstenklinikum Heide: Geschäftsführung attackiert Betriebsratsvorsitzenden


    In einem beispiellosen Prozess geht die Geschäftsführung aktuell gegen den Betriebsratsvorsitzenden der Westküstenkliniken gGmbH Brunsbüttel und Heide, Helgo Höpfner, vor. Sie hat den Ausschluss von Helgo Höpfner aus dem Betriebsrat vor dem Arbeitsgericht Elmshorn beantragt.

    Der zuständige Gewerkschaftssekretär Nico Wickleder äußert dazu: „Wir glauben, dass die Gründe klar auf der Hand liegen. Der Betriebsrat des WKK vertritt in vielen Punkten eine andere Meinung als die Geschäftsführung und setzt sich engagiert für alle Beschäftigten ein. Das scheint dem Arbeitgeber ein „Dorn“ im Auge zu sein.“

    Tatsächlich wirft der Arbeitgeber dem BR-Vorsitzenden vor, zwei grobe Pflichtverletzungen begangen zu haben, weshalb er eine weitere Zusammenarbeit für ausgeschlossen hält. „Die Begründungen sind aus unserer Sicht mehr als fadenscheinig. Unter anderem wird aufgeführt, dass Helgo Höpfner einen Flyer zum Thema: „mündliche Anordnung“ eigenständig veröffentlicht haben soll. Dabei liegt hier ein Beschluss des Betriebsausschusses vor. Ebenso wird ihm vorgeworfen ohne Zustimmung des Betriebsrates eine E-Mail an die Belegschaft gegeben zu haben. „Diese wurde allerdings durch den Betriebsrat legitimiert.“, so Wickleder.

    Die Kommunikation zwischen dem Arbeitgeber und dem Betriebsrat gilt schon seit einiger Zeit als nicht zufriedenstellend. Aus diesem Grund hatte der Aufsichtsrat des WKK bereits eine Mediation angeregt, welcher beide Parteien zugestimmt haben und deren Prozess bereits in Gange ist. „Mit dem Vorstoß Helgo Höpfner aus dem Betriebsrat ausschließen zu lassen, unterläuft die Geschäftsführung nun aus unserer Sicht die Mediation“ führt Gewerkschaftssekretär Nico Wickleder weiter aus. Und ver.di Geschäftsführerin Ute Dirks ergänzt: „Wir fordern den Arbeitgeber WKK auf, das Verfahren gegen den BR-Vorsitzenden zurückzuziehen, sich an einen Tisch mit dem Betriebsrat zu setzen und eine Lösung im Rahmen der Mediation zu finden!“